NEUROLOGIE MIT HERZ
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Wirkstoff / Wirkstoffgruppe: Opicapon / COMT-Hemmer

Wofür eingesetzt (Indikation): Opicapon ist ein COMT-Hemmer und wird in der Parkinsontherapie eingesetzt, um die Wirkung von Levodopa zu verlängern. Es blockiert – wie Entacapon – das Enzym Catechol-O-Methyltransferase (COMT), das Levodopa normalerweise abbaut. Dadurch gelangt mehr Levodopa ins Gehirn und wirkt länger. Das Ziel ist, die typischen Wirkungsschwankungen („On-Off-Phänomene“) im fortgeschrittenen Krankheitsstadium abzumildern.

Einnahme und Dosierung: Im Unterschied zu Entacapon, das zu jeder Levodopa-Einnahme gegeben werden muss, reicht bei Opicapon eine einmalige Einnahme täglich. Die Standarddosis beträgt 50 mg einmal täglich, am besten vor dem Schlafengehen. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten, allerdings sollte mindestens eine Stunde vor und nach der Einnahme nichts gegessen werden, um die Aufnahme im Körper zu verbessern. Opicapon wird zusätzlich zu Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparaten gegeben und wirkt nur in Kombination.

Besonderheiten: Der größte Vorteil von Opicapon ist die praktische Einmalgabe pro Tag, die die Einnahme im Alltag deutlich erleichtert. Es sorgt für eine gleichmäßig verlängerte Wirkung von Levodopa über 24 Stunden. Das Präparat ist besonders nützlich für Patienten, die bereits viele Tabletten einnehmen müssen und nicht zusätzlich bei jeder Levodopa-Dosis eine weitere Tablette nehmen möchten.

Wichtige Wechselwirkungen: Da Opicapon die Wirkung von Levodopa verstärkt, muss die Levodopa-Dosis oft angepasst werden, um Überbewegungen zu vermeiden. Vorsicht ist bei gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva (MAO-Hemmer) und Medikamenten, die auf den Adrenalin-/Noradrenalinstoffwechsel wirken, geboten.

Kontraindikationen: Opicapon darf nicht eingesetzt werden bei schweren Lebererkrankungen oder einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Auch bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Antidepressiva (z. B. MAO-Hemmer außer selektiven MAO-B-Hemmern) ist Vorsicht geboten.

Häufige Nebenwirkungen: Opicapon darf nicht eingesetzt werden bei schweren Lebererkrankungen oder einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Auch bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Antidepressiva (z. B. MAO-Hemmer außer selektiven MAO-B-Hemmern) ist Vorsicht geboten.

Warnzeichen: Patienten sollten ihren Arzt aufsuchen, wenn sie eine deutliche Zunahme unkontrollierbarer Überbewegungen feststellen, anhaltende Schlafstörungen oder ungewöhnliche Muskelbeschwerden entwickeln oder unter häufigem Schwindel und Stürzen leiden.

ZusammenfassungOpicapon ist ein moderner COMT-Hemmer, der die Wirkung von Levodopa deutlich verlängert und durch seine praktische Einmalgabe vor dem Schlafengehen eine einfache Anwendung im Alltag ermöglicht. Er eignet sich besonders bei Patienten, die unter Wirkungsschwankungen leiden und bereits viele Tabletten einnehmen müssen. Typische Nebenwirkungen sind Überbewegungen, die durch eine Anpassung der Levodopa-Dosis behandelt werden können. Insgesamt stellt Opicapon eine wirksame und komfortable Ergänzung in der Parkinsontherapie dar.



Die Inhalte (Stand 09/2025) dienen der allgemeinen Information, erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen nicht die individuelle ärztliche Beratung. Nehmen Sie Medikamente nur nach Verordnung ein und setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab. Bei akuten Beschwerden oder Warnzeichen wenden Sie sich bitte umgehend an ärztliche Hilfe.