Die MAO-B-Hemmer (Rasagilin, Selegilin, Safinamid) sind eine wichtige Medikamentengruppe in der Parkinsontherapie. Sie wirken, indem sie den Abbau von Dopamin im Gehirn hemmen. So bleibt mehr Dopamin verfügbar, und die Symptome wie Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifigkeit und Zittern bessern sich. Ein Vorteil dieser Medikamentengruppe ist die einfache Anwendung – in der Regel reicht eine Tablette pro Tag – und die meist gute Verträglichkeit. MAO-B-Hemmer können im Frühstadium allein eingesetzt werden oder im späteren Verlauf zusätzlich zu Levodopa, um dessen Wirkung zu verlängern und Schwankungen abzufangen. Unterschiede im Überblick:
- Rasagilin ist besonders praktisch, da es nur einmal täglich in niedriger Dosis eingenommen wird. Es ist gut verträglich und eignet sich sowohl als Monotherapie im Frühstadium als auch in Kombination mit Levodopa. Viele Patienten empfinden es als unkompliziert und stabil wirksam.
- Selegilin ist älter und ebenfalls wirksam, wird aber seltener verwendet, da es häufiger Schlafstörungen verursacht. Deshalb sollte es nur morgens eingenommen werden. Es kann zusätzlich leicht antriebssteigernd wirken, was für manche Patienten positiv, für andere aber belastend sein kann.
- Safinamid ist der modernste Vertreter. Neben der Hemmung des Dopaminabbaus beeinflusst es auch den Glutamat-Stoffwechsel. Dadurch kann es nicht nur die Wirkung von Levodopa verlängern, sondern auch Überbewegungen (Dyskinesien) verringern. Es wird deshalb besonders im fortgeschrittenen Krankheitsstadium geschätzt.
Risiken und Einschränkungen
Alle MAO-B-Hemmer können Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Blutdruckabfall verursachen. In Kombination mit Levodopa steigt das Risiko für Dyskinesien. Besonders wichtig ist, dass MAO-B-Hemmer nicht zusammen mit bestimmten Antidepressiva oder Schmerzmitteln eingenommen werden dürfen, da sonst ein gefährliches Serotoninsyndrom entstehen kann.