Die 10-20-Regel bei Kopfschmerzen bedeutet, dass Schmerzmittel nur an höchstens 10 Tagen im Monat eingenommen werden sollten. An den übrigen mindestens 20 Tagen im Monat sollte man keine Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen verwenden. Diese Regel gilt unabhängig davon, welches Schmerzmittel eingenommen wird. Auch ein Wechsel zwischen verschiedenen Medikamenten zählt zusammen. Mehrere Tabletten an einem Tag gelten dabei trotzdem nur als ein Einnahmetag.
Der Hintergrund dieser Regel ist, dass eine zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln selbst Kopfschmerzen verursachen kann. Man spricht dann von einem medikamentenbedingten Kopfschmerz. Typisch ist, dass die Kopfschmerzen immer häufiger auftreten, oft fast täglich da sind und die Medikamente mit der Zeit schlechter oder kürzer wirken.
Die 10-20-Regel ist besonders wichtig für Menschen mit Migräne oder häufigen Spannungskopfschmerzen. Wenn Schmerzmittel regelmäßig an mehr als 10 Tagen im Monat nötig sind oder Kopfschmerzen sehr häufig auftreten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, andere Behandlungsstrategien oder eine vorbeugende Therapie zu besprechen.
Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, den Überblick über Kopfschmerzen und Medikamenteneinnahmen zu behalten und die 10-20-Regel sicher einzuhalten.